Am Diesterweg-Gymnasium vermitteln wir Französischlehrer*innen mit großer Freude und Leidenschaft die französische Sprache und wollen bei unseren Schülern*innen Begeisterung für den frankophonen Kulturraum wecken. Dabei ist es uns besonders wichtig, ein authentisches Französisch zu lehren und das Sprechen in den Mittelpunkt des Unterrichts zu stellen, um bei unseren Schülern*innen die Kommunikationsfähigkeit und interkulturelle Handlungskompetenz zu stärken.

Französisch ist mit seinen ca. 230 Millionen Sprecher*innen in über 40 Ländern der Erde eine Weltsprache. In Europa ist Französisch nach Deutsch und Englisch die wichtigste Sprache der Geschäftswelt. In der jüngeren Geschichte sind es oft diese beiden Länder, die als erste aufeinander zugehen, um für die vielen Herausforderungen in Europa und auf der Welt nach Lösungsansätzen zu suchen. Deutsche Unternehmen investieren zunehmend auch im frankophonen Afrika und viele NGOs suchen Arbeitnehmer*innen mit Französischkenntnissen. Zugleich ist Französisch Arbeits- und Amtssprache vieler internationaler Organisationen wie der UNO und der Europäischen Union. Französisch zu erlernen kann also Sprungbrett für den zukünftigen beruflichen Erfolg von Schülern*innen sein.

Das Diesterweg-Gymnasium bietet Französisch als zweite Fremdsprache ab Klasse 7 an (zuerst vierstündig, dann ab Klasse 9 dreistündig), ferner ab Klasse 8 als Wahlpflichtfach zweistündig, wenn sich genügend Schüler dafür melden. In der Oberstufe gibt es einen fünfstündigen Leistungskurs und bei ausreichender Nachfrage einen dreistündigen Grundkurs.

Ganz besonders freuen wir uns darüber, dass das Diesterweg-Gymnasium ab dem Schuljahr 2021/22 einzügig einen grundständigen Zweig eröffnen wird. Das bedeutet, dass Schüler*innen ab der 5.Klasse bei uns die Möglichkeit haben, als erste Fremdsprachen Französisch und Latein zu erlernen. Zunächst sollen die Schüler*innen spielerisch an die französische Sprache herangeführt werden. Die kommunikative Kompetenz soll dabei immer im Vordergrund stehen und Französisch als alltagsnah, praxisrelevant und wunderschön erfahren werden.

Wir möchten unsere Schüler*innen dabei unterstützen, diese schöne und nützliche Sprache zu lernen – mit modernen Lehrwerken, Chansons, Filmen und Literatur, die Einblicke in die französische Lebensart und die frankophone Welt geben.

Soyez les bienvenus!

Reisen in Zeiten des Ausnahmezustands

Eine Klassenfahrt im Juni 2015 nach Paris, geplant als Abschlussfahrt der 10. Klasse und als erster Besuch der Hauptstadt Frankreichs, deren Sprache vier Jahre lang gelernt worden war – ein scheinbar sinnvolles Reiseziel!

Dass die Fahrt einen Tag vor den Terroranschlägen vom 13. November 2015 gebucht worden war, überschattete für die Eltern, für die Schüler und für die Begleitpersonen die Monate vor Fahrtbeginn.

Der Angst Raum geben und stornieren oder das Leben, zu dem auch das Reisen gehört, trotzig weiterleben wie bisher? Wir entschieden uns für das Reisen, wenn auch mit strengeren Regeln als zuvor bei solchen Reisen (keine Stadterkundung in Kleingruppen, Meiden von Vergnügungsvierteln, Verzicht auf abendliche Ausflüge in angesagte Viertel, Meiden von größeren Menschenansammlungen, außer bei den Sehenswürdigkeiten und in den Museen, in denen die Taschen durchleuchtet wurden).

Kurz vor Reiseantritt entstand noch etwas Unruhe aufgrund einiger beunruhigender Berichterstattungen in ausländischen (nicht in französischen oder deutschen) Medien über angeblich katastrophale Zustände in Paris: Gerüchte über unangekündigte Demonstrationen, streikende Müllabfuhr, streikende öffentliche Verkehrsmittel.

Wir fuhren trotzdem und fanden das durch tagelangen Regen bedingte Rekordhochwasser der Seine als einzige Beeinträchtigung des öffentlichen Lebens vor. Auf die geplante Bootsfahrt musste verzichtet werden, weil die Uferpromenaden überflutet und gesperrt waren.

Wasser überall, aber in strahlendem Sonnenschein:

Ansonsten funktionierten Metro und RER wie gewohnt und der öffentliche sowie der  private Müll wurden vorbildlich entsorgt:

Straßen und Plätze waren dank morgendlicher Reinigungswagen blitzsauber, so auch in unserem Viertel, hier in der Rue Albert Camus:

Das Hostel war ein Hauptgewinn mit hohen Sicherheitsstandards (durchgehend sehr gut besetzte Rezeption, beeindruckend große und kräftige Sicherheitsleute vor dem Hostel, die nur Leuten mit Zimmerkarte Zutritt gewährten, schönen Zimmern und großzügigen Gemeinschaftsräumen). Die Schüler und Schülerinnen genossen es, hier viel gemeinsame Zeit zu verbringen, langweilten sich nie und hinterließen zum Dank ihre Zimmer blitzblank, was vor allem ein Verdienst der ordnungsliebenden Mädchen war.

Das Wetter war wunderbar und wir konnten von Tag zu Tag den Rückgang des Hochwassers beobachten, die Stadt in aller Ruhe erkunden, einen Blick auf die Mona Lisa von Da Vinci im Louvre werfen, andere weltberühmte französische Maler im Louvre und im Musée d’Orsay im Original betrachten und natürlich auch vom Eiffelturm aus die Stadt von oben anschauen. 

Die Ängste schienen verflogen. „Kämpferherz“ war Yahyas Motto und Charif humpelte dementsprechend trotz erheblicher, aber ärztlich gut versorgter Beinverletzung ohne sichtbare Erschöpfung tapfer durch Paris. Die Zeit  verging in dieser so traditionsbewussten Stadt, in der die Geschichte überall präsent ist, wie im Flug, mit nur kurzen Momenten des Innehaltens:

Zu guter Letzt konnten wir dank sparsamen Wirtschaftens kurz vor der Abreise gemeinsam essen gehen in einem für das 10. Arrondissement typischen kleinen Restaurant:

Das gehört einfach zur französischen Kultur!

Pizza perdu à Paris / Frau Kohler und Schüler der Klasse 10c
Bild 1: Paris, 2018
Bild 2: Dies ist die Geschichte einer Pizza in Paris, die nie bei ihrem Empfänger ankommt.
Bild 3: Da kann Monsieur X lange warten. Antoine, der Pizzalieferant, bleibt im Pariser Stau stehen. Das Fahrrad, mit dem er fährt, bekommt einen Platten. Die Métro ist hoffnungslos überfüllt. Da bleibt nur noch der Weg durch die Pariser Katakomben, Aber Antoine verirrt sich uns isst aus lauter Verzweiflung die Pizza auf. C‘est la vie! Paris ist eben eine große Stadt!
Bild 4: Eine Geschichte geschrieben und gestaltet von den Schülerinnen und Schülern der Klasse 10c im Rahmen des Französischunterrichts.

⇒“Amanda“ Filmkritik

 

Journée internationale de la francophonie Chansons franςaises
avec Cécile Rose et Valéry Khoryshman
Lundi, 20 mars 2017, 14h30
Französisch einmal anders!

Schüler, Schülerinnen und Schulleitung haben es ermöglicht, dass wir uns eine echte französische Sängerin am Tag der Frankophonie leisten konnten, die uns nach den Präsentationen der DS-Schüler mit Thornten Wilders « Unsere kleine Stadt » (Daher noch das Bühnenbild!) von der amerikanischen Kleinstadt in die großstädtische Musiktradition von Paris entführte.

Cécile Rose sang – ausgezeichnet begeitet von Valéry Khoryshman – hauptsächlich Lieder von Edith Piaf, einer französischen Sängerin, deren Chansons wie Ohrwürmer fast jedem Franzosen im Gedächtnis sind und die noch lange nach Piafs Tod immer wieder zeitgenössische Sänger und Musikgruppen (wie z.B. Grace Jones, Patricia Kaas, Zaz, Danakil und viele andere) zu eigenen Versionen inspirieren. Allein das Lied « La vie en rose » dürfte mindestens so bekannt sein wie die französische Nationalhymne.

 

Nun aber zu Cécile Rose:

Was für eine Stimme, was für ein Temperament! Man hätte meinen können, es sänge hier die Enkeltochter der großen Piaf. Liebe, Sehnsucht, Leid, Stolz, Freude – Cécile Rose fand immer den ergreifenden Ausdruck, nicht nur mit ihrer wunderbaren Stimme, sondern auch mit ihrer eindruckvollen Mimik und Gestik und ihren diversen Kopfbedeckungen, die den Liedern entsprechend zum Einsatz kamen und gelegentlich auch beim Publikum landeten.

Der Fachleiter für Fremdsprachen Dr. Dörper durfte sich sogar auf ein improvisiertes Duett einlassen – sehr zum Vergnügen des Publikums.

Zum Schluss konnte das Publikum die Sängerin zu ihren musikalischen Vorlieben und zu ihrem beruflichen Werdegang interviewen. Hier zeigten vor allem die Schüler des Leistungskurses Französisch, dass sie intelligente und gut formulierte Fragen auf Französisch stellen konnten, durch die sie viel über einen ungewöhnlichen künstlerischen Berufsweg erfahren konnten.

Wer Lust hat, sich im abendlichen Berlin musikalisch in die Zeit der Pariser Ballhäuser des 20. Jahrhunderts entführen zu lassen, findet auf der Internetseite der Sängerin Veranstaltungshinweise: https://www.cecilerosechanson.com/